Kaninchen
Tipps fürs Tier - Das Kaninchen als Haustier
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Woher bekomme ich ein Kaninchen? |
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Woher bekomme ich ein Kaninchen?
Sie können ein Kaninchen mittlerweile fast überall erhalten, ob in einer Zoohandlung, in einem Gartencenter oder bei einem Züchter, überall gibt es gute und schlechte Beispiele.
Sie sollten in jedem Fall darauf achten, dass das Gehege sauber ist, dass das Fell des Tieres dicht, weich, nicht verfilzt und glänzend aussieht, denn nur einem solchen Tier geht es wirklich gut.
Auch sollten sie auf das Alter des Kaninchen achten, das Sie kaufen wollen, Kaninchenjunge sollten frühestens mit 7 Wochen von der Mutter getrennt werden und sich bereits ohne Muttermilch ernähren können.
Für den Züchter sprechen einige Vorteile:
Er kennt sich in der Materie aus, bietet seine Tiere günstiger an und füttert seine Tiere anders als die meisten Betreuer in den Geschäften. Salat, Kartoffeln, Äpfel und ähnliches ergänzen das Futter beim Züchter.
Außerdem sind die Tiere in gutem Gesundheits- und Pflegezustand, da Züchter auch ihre Zuchttiere nicht gefährden und sie gesund halten wollen, auch können Sie, meist die Elterntiere und deren Gesundheitszustand sehen.
Wenn Sie sich für den Kauf bei einem Züchter entscheiden, wenden Sie sich bitte an den Kleintierzuchtverein in Ihrer Nähe. Dort wird Ihnen sicherlich gerne und fachmännisch geholfen.
Adressen von Ansprechpartnern erhalten Sie bei ihrer Gemeinde- oder Stadtverwaltung oder im Internet bzw. unter „Immer in der Nähe“ und „Links“.
Futter
Grundsätzlich fressen Kaninchen fast alles, sie haben aber, wie auch Menschen spezielle Vorlieben, wie z.B.: Karotten, Salat, Äpfel, Gras, Löwenzahn, gekochte Kartoffeln (auch nur Kartoffelschalen), Haferflocken, Gerste und Hafer.
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Als Grundfutter sollte man das überall erhältliche gepresste Kaninchenfutter verwenden, auch Heu und Wasser sind unersetzliche Bestandteile des täglichen Bedarfs.
Sie sollten in jedem Fall darauf achten, dass das Futter und Wasser immer frisch ist.
Besonders im Sommer hat das Kaninchen mehr Durst.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist getrocknetes Brot, das sie dem Kaninchen ab und zu geben sollten, denn Kaninchen sind Nagetiere, die ihre Zähne gerne und überall einsetzen (sie können dem Kaninchen auch ein Stück unbehandeltes Holz im Käfig befestigen, mit dem es sich dann ausgiebig beschäftigen kann).
Fell
Das Kaninchen haart sich zweimal im Jahr (Herbst und Frühjahr), es bekommt dann sein Winter- bzw. Sommerfell. Während dieser Zeit sollten sie ihr Tier ein bis zweimal in der Woche bürsten, damit das ausfallende Fell schneller abgeht und das neue Fell besser nachwachsen kann. Bei älteren Tieren ist eine verstärkte Haarung normal.
Während der übrigen Jahreszeiten können sie ihr Kaninchen ungefähr alle zwei Wochen ausbürsten, den Rest der Fellpflege übernehmen die Kaninchen gerne selbst.
Krallen
Die Krallen beim Hauskaninchen nutzen sich nicht von alleine ab, deshalb ist es notwendig sie ab und zu abzuschneiden. Dies tut den Kaninchen nicht weh, da es sich bei den Krallen, genau wie bei menschlichen Fingernägeln, um Horngewebe handelt.
Zum Kürzen der Krallen kann man eine spezielle Krallenschneid-Schere erwerben, die es in Zoogeschäften zu kaufen gibt, es genügt aber auch ein ganz normaler Seidenschneider.
Halten sie die Pfote des Tiers fest und schneiden sie die Spitze der Kralle ab.
Der untere, dunklere Teil der Kralle ist durchblutet und darf nicht verletzt werden.
Wenn sie sich selbst nicht an das Krallenschneiden herantrauen, können sie sich an ihren nächsten Kleintierzuchtverein wenden, dort hilft man ihnen sicherlich gerne weiter.
Das Kaninchen als Einzeltier
Kaninchen können als Einzeltier gehalten werden, sie freuen sich aber auch über einen „Spiel- und Kuschelkameraden“.
Dies kann ein weiteres Kaninchen sein, aber auch Meerschweinchen eignen sich als Weggefährten für Ihr Hauskaninchen.
Wenn Sie sich dafür entscheiden, zwei Kaninchen im selben Gehege zu halten, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass es sich um Tiere gleichen Geschlechtes handelt, falls Sie Nachwuchs vermeiden wollen. Am Ehesten eignen sich zwei weibliche Tiere.
Selbstverständlich muss die Stallung entsprechend größer sein, wenn Sie zwei Tiere halten möchten.
Im Voraus lässt es sich leider nie mit Bestimmtheit sagen, ob sich die Tiere tatsächlich auch miteinander vertragen (egal ob Kaninchen/Meerschweinchen oder Kaninchen/Kaninchen). Falls es zu Konflikten zwischen Ihren tierischen Mitbewohnern kommen sollte, empfiehlt sich auf jeden Fall die Trennung und Einzelhaltung der beiden.
Haltung der Kaninchen
Wie groß muss der Stall/das Käfig sein?
Grundsätzlich gilt hier lieber zu groß als zu klein, beachten sie zur Mindestgröße bitte folgendes:
Das Kaninchen muss sich auf jeden Fall bequem hinlegen können, auch wenn die Futterbehälter im Stall sind.
Außerdem muss es sich gut umdrehen können und etwas Platz zum Rennen haben.
Auch die Höhe des Stalls spielt eine Rolle. Das Kaninchen muss „Männchen“ machen können, ohne dass seine Ohren (Löffel) an das Käfigdach stoßen. Um eine ausreichend Luftzirkulation zu gewährleisten, sollte die Höhe ca. 60 cm nicht unterschreiten besonders wenn das Dach nicht aus Gitter besteht.
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Der Standort des Kaninchenstalls
Das Kaninchen sollte an einem hellen Platz stehen, z.B. vor einem Fenster, aber es darf nicht in der prallen Sonne stehen.
Stellen sie das Kaninchen auf keinen Fall vor die Heizung; Kaninchen haben ein Fell!
Wählen Sie außerdem einen Ort, an dem das Kaninchen auch einmal seine Ruhe hat, der Flur ist wahrlich nicht der richtige Ort.
Suchen Sie anfangs einen Platz aus, an dem das Kaninchen bleiben kann, stellen Sie es nicht ständig irgendwo anders hin.
Einstreu
Kaninchen fühlen sich am wohlsten, wenn sie immer etwas zu „knabbern“ haben.
Als Einstreu empfiehlt sich daher Stroh (Kleintierstreu als Unterlage), an dem das Kaninchen sich „austoben“ kann.
Wenn Sie jedoch Probleme mit Stroh haben sollten, genügt auch die Kleintierstreu.
Setzen Sie das Kaninchen keinesfalls auf harte Unterlagen oder nur auf Zeitungspapier, dort wird es sich auf keinen Fall wohlfühlen, auch Kaninchen wollen ein gemütliches Heim.
Auslauf
Geben Sie dem Kaninchen ab und zu die Möglichkeit sich richtig auszutoben, lassen Sie es in der Wohnung frei laufen, achten Sie jedoch auf gefährliche Gegenstände, die es anknabbern könnte, wie z.B. Kabel.
Wenn Sie diese Ratschläge beherzigen, werden Sie viel Spaß mit ihrem neuen Mitbewohner haben.
Wenn Sie auch ein kleines Rasenstück zur Verfügung haben, können Sie ihrem Kaninchen auch einen „Laufstall“ bauen. In dem es im Sommer grasen kann.
Bauen Sie auf jeden Fall ein Dach dazu, damit das Tier z.B. vor Katzen geschützt ist.
Für die Größe dieses Auslaufs gilt mindestens die Größe des normalen Stalls, wählen Sie aber, wenn möglich, einen größere Fläche.
Ställe bzw. Gehege können Sie auch bei Zoohandlungen oder Fachhändlern für Kleintierzuchtbedarf erwerben.
Bei allen Überlegungen zu Pflege und Haltung sollten Sie Ihr Augenmerk auf das Wohlergehen Ihres neuen Mitbewohners richten.
Haltung im Freien:
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Wie groß muss der Stall sein?
Die Größe des Stalls wählen sie nach den gleichen Voraussetzungen aus wie bei der Innenhaltung.
Standort des Kaninchenstalls:
Wählen Sie einen Platz, an dem das Kaninchen vor dauernder Sonneneinstrahlung geschützt ist und der trotzdem hell ist.
Der Stall muss natürlich vor Wind und Wetter geschützt sein, es darf nicht hineinregnen und der Wind darf nicht hindurchfegen.
Wenn dies erfüllt ist, können Sie das Kaninchen im Sommer und im Winter, außer bei „Extremtemperaturen“ (-15°C/+35°C) im Außenstall lassen.
Da Kaninchen ein Winterfell bekommen macht ihnen Kälte wenig aus. Geben Sie einfach mehr Stroh oder Heu als Unterlage in den Stall.


